Verfasst von: maelchplatz | Januar 23, 2014

Wolkenzeiten

„Friede, Freude, Eierkuchen“

könnt‘ meinen, wer unsre Homepage kommt besuchen.

Doch will ich ehrlich sein:

Es herrscht nicht immer eitel Sonnenschein.

Bei mehr als genug Arbeit

und viel Druck mit der Zeit

vergeht uns manchmal das Lachen,

kommt’s vor, dass „Donner krachen“.

Wir kennen auch Wolkenzeiten und Schmerzen.

Doch wollen wir im Herzen

behalten genau die Sachen,

welche das Leben lebenswert machen.

Es sind Momente voller Glück.

Manchmal Ernsthaftigkeit ein Stück.

Es sind Augenblicke zum Verweilen.

Und die wollen wir teilen,

denn wie heisst es eben:
„Geteilte Freud ist doppelte Freud“ –

wir wollen uns  freuen am Leben.

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Responses

  1. Donnerstag, 31. März 2016, nachmittags:

    Draußen rauscht und stürmt der Föhn bei sonnigen 16°C. Die Bäume biegen sich, zwei Eimer und die Bälle der Kinder fliegen durch den Garten und die Hühner nutzen ihre ganze Kraft, um nicht vom Föhn-Sturm davon getragen zu werden. Heute mittag saßen sie schon mal alle in ihrem Häuschen, es war einfach zu anstrengend für die kleinen bunten Hühner, sich auf den Beinen zu halten.

    Der Nachmittag „zu Hause“ tut mir richtig gut, nach fünf Tagen eifrigem Klettern auf die Berge ringsum und langen Spaziergängen in der Umgebung.

    Am Ostersamstag fuhr ich mit den Bergbahnen und Gondeln auf den Planplatten und unternahm eine Schneewanderung vom Alpen tower zum Gipfel des Planplatten (2250m). Doch fünfzig Meter vor dem Gipfel bin ich zweimal knietief und dann hüfttief im Schnee eingesunken und musste aufgeben! Danach zog ich die nassen Schuhe und Socken aus und hängte mich und die Klamotten in die Sonne. Dabei habe ich mir den ersten Sonnenbrand in diesem Jahr geholt – der Himmel war knackig-blau und wolkenlos!
    Die Abfahrt vom Planplatten über Mägisalp (1710m) und Bidmi (1423 m) genieße ich alleine in den Gondeln.
    Nach herrlichem Sonnenuntergang und Alpenglühen auf der Terrasse des Hotels Panorama genieße ich die Abfahrt mit der Bergbahn in der Dämmerung.

    Am Ostersonntag Nachmittag ging ich nach kurzem Spaziergang in Meiringen gut durchgelüftet und mit einem Schweizer Schokoladen-Hasen im Gepäck schon nach einer Stunde wieder in mein warmes und gemütliches „Zuhause“ – der Wind war einfach zu ungemütlich.

    Am Ostermontag stand der Haslitaler Dorfweg auf meinem Programm – erst mal den Weg von der Talstation der Bergbahn in Meiringen von 634 m über die viele Serpentinen des Kirchwegs nach Goldern auf 1062 m erklimmen – das waren gut und gerne 3650 Meter und 428 Höhenmeter. Zwischendurch schwebte öfter mal die Bergbahn über mir: der Wanderweg kreuzt die Seilbahn und schafft durch die baumlose Schneise schöne Ausblicke ins Haslital nach Meiringen bis zum Brienzer See. Auf dem Weg sehe ich schon einige der im Prospekt beschriebenen alten, teils reich verzierten Bauernhäuser. In Goldern angekommen, laufe ich weiter zur Terrasse des Hotels Gletscherblick auf 1144m und genieße bei einer Tasse Kakao die herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge, die fast alle noch mit einer weißen Schneedecke überzogen sind.

    Am Dienstag wandle ich in der Reichenbachfall-Schlucht auf den Spuren von Sherlock Holmes. Der Meisterdetektiv soll hier im Jahre 1891 in der Schlucht nach einem Kampf mit seinem Widersacher Professor Moriarty zu Tode gestürzt sein – laut dem Buch „Das letzte Problem“ von seinem Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle.
    Der Weg nach oben in die Schlucht führt an einer Herde Mutterschafe vorbei, jede hat mindestens zwei Lämmer, die meisten sind schwarz, nur einige sind weiß. Ihr lautes „Määh“ begleitet mich noch eine Weile auf meinem teils steinigen Weg zur Schlucht.
    Oben angekommen, beobachte ich wie ein Helikopter mehrere Male einen Trog mit Beton in die Schlucht bringt – dort oben wird eifrig für die Modernisierung des Wasserkraftwerks Schattenhalb betoniert.
    Der Weg talwärts geht schnell und ich komme gerade noch vor einem Regenschauer trocken „zu Hause“ an.

    Der Mittwoch verlief anders als geplant. Nach ausgedehntem Frühstück mache ich mich auf den Weg an der Aare entlang in die Aareschlucht, um festzustellen, dass diese erst am 15. April geöffnet wird. Nach den Wintern ist eben immer Steinschlag gegeben und die Aufräumarbeiten am Weg dauern noch an.
    Enttäuscht darüber gibt mir eine Angestellte den Tipp: „Die Schiffe auf dem Brienzer See fahren schon!“ Am Bahnhof in Meiringen erkundige ich mich nach einem Kombiticket Bahn-Schiff und eine halbe Stunde später sitze ich im Zug nach Brienz. Dort angekommen bummle ich noch ein bisschen auf der Promenade bis zur Ankunft des Schiffes „Iseltwald“. Nach der Brienzer See-Schifffahrt über Giessbach See – Iseltwald – Ringgenberg – Bönigen muss ich in Bönigen den PostBus nach Interlaken nehmen – dem See fehlt dort noch etwas Wasser um mit dem Schiff anzuhalten.
    Nach einem Spaziergang der Aare entlang zum Brienzer See ruhe ich mich auf der Bank am See aus und fotografiere den Sonnenuntergang mit anschließendem Alpenglühen. Nach dem Spaziergang zurück habe ich noch vierzig Minuten Zeit bis zur Abfahrt des Zuges nach Meiringen und genieße einen heißen Kakao im Youth Hostel am Bahnhof Interlaken-Ost. Abends um halb Zehn Uhr komme ich müde und zufrieden „zu Hause“ an.

    Mein „Zuhause“ für die Oster-Woche 2016 ist bei Familie Alice und Peter Linder-Aeschbacher in Meiringen im Haslital in der Schweiz. Auf ihrem Bauernhof am Mälchplatz 9 gibt es neben vierzehn Milchkühen, fünf Kälbern, einigen bunten Hühnern mit Hahn, einen Hasli-Hasen und zwei Katzen eine geräumige und gemütliche Ferienwohnung mit Kochnische und Dusch/WC und ein gemütliches Dach-Schtibli mit Dusch/WC außenrum.
    Der Ausblick auf den Reichenbachfall aus dem großen Panoramafenster der Fe-Wo und der großen Fensterwand des Dach-Schtiblis ist schon atemberaubend, ebenso wie die Schweizer Bergwelt ringsum.
    Vom ersten Augenblick an habe ich mich bei der netten, herzlichen Familie Linder-Aeschbacher sehr wohlgefühlt. Die tägliche Ration Milch von den Brown Swiss-Kühen schmeckt nach Kindheit – ich selbst bin auf einem Bauernhof in Franken aufgewachsen und wir hatten auch Milchkühe. Und die paar Kilo Alpkäse, die ich mit nach Hause nehmen werde, lassen mich in sehr guter Erinnerung schwelgen über meinen Urlaub am Mälchplatz 9 im Schweizer Haslital.

    Jedenfalls fällt mir der Abschied morgen schwer, aber ich werde es jedem weitersagen, wie toll mein Urlaub im Haslital war!
    Aber ich weiß, ich werde wiederkommen, vielleicht schon in diesem Jahr im Herbst – da soll das Rosenlaui-Tal besonders schön sein, mit all den bunten Blättern der Ahorn-Bäume.
    Oder eben im nächsten Jahr zu Pfingsten, wenn die Kühe auf der Alp Kaltenbrunnen sind und wenn alle Bergbahnen und Schluchten offen sind für eine abenteuerliche Erkundung.

    Gut erholt grüßt herzlich

    Andrea Amend


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